Die Buche – mein Lieblingsbaum und ein Sinnbild für Resilienz
Es gibt Bäume, die wir schön finden. Und es gibt Bäume, zu denen wir eine ganz besondere Verbindung haben.
Für mich ist das die Buche.
Vor Kurzem bin ich auf den Film „Buchenurwälder – Die letzten Zeugen“ aufmerksam geworden. Ein wunderbarer Film über eine Baumart, die einst weite Teile Europas prägte und mich schon lange fasziniert.
Buchen können mit sehr unterschiedlichen Bedingungen umgehen. Sie überstehen Kälte, Schnee und Regen ebenso wie trockene und warme Perioden. Dabei liegt ihre Stärke nicht darin, unveränderlich zu sein. Im Gegenteil: Wie andere Lebewesen müssen auch Buchen auf Veränderungen ihrer Umwelt reagieren und sich anpassen.
Und genau darin entdecke ich eine schöne Verbindung zur Resilienz.
Resilienz bedeutet für mich nicht, dass uns nichts erschüttern kann. Sie bedeutet auch nicht, immer stark sein zu müssen. Vielmehr geht es darum, verwurzelt zu bleiben und zugleich beweglich zu sein. Veränderungen anzunehmen, mit Belastungen umzugehen und immer wieder Wege zu finden, weiterzuwachsen.
Vielleicht liebe ich Buchen auch deshalb so sehr.
Das hier ist meine Buche

Die Buche auf dem Foto hat für mich eine ganz besondere Bedeutung.
Vor vielen Jahren habe ich mir im FriedWald meinen eigenen Baum ausgesucht. Und natürlich wurde es eine Buche.
Irgendwann einmal wird dort meine letzte Ruhestätte sein.
Bis dahin darf sie wachsen. Jahreszeiten erleben. Blätter treiben und wieder loslassen. Stürmen standhalten, sich im Wind bewegen und Jahr für Jahr ein Stück ihrer eigenen Geschichte schreiben.
Und ich darf sie besuchen, unter ihrem Blätterdach stehen und nach oben schauen.
Vielleicht liegt gerade darin etwas Tröstliches und zugleich sehr Lebensbejahendes: zu wissen, wo man eines Tages seinen Platz finden wird – und sich deshalb umso bewusster dem Leben zuzuwenden, das jetzt da ist.
Verwurzelt sein. Wandel zulassen. Loslassen. Und weiterwachsen.
Für mich erzählt kaum ein Baum schöner davon als die Buche.
Der Film „Buchenurwälder – Die letzten Zeugen“ ist deshalb für mich nicht nur sehenswert. Er erinnert auch daran, welch kostbare Lebensräume alte Buchenwälder sind.
Sehenswert. Staunenswert. Und schützenswert.
Und nun bin ich neugierig auf Sie:
Welcher Baum ist Ihr Lieblingsbaum – und warum?
Gibt es vielleicht sogar einen ganz bestimmten Baum, mit dem Sie eine besondere Erinnerung oder Geschichte verbinden?






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