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Begleitung beginnt mit Wahrnehmen

Aktualisiert: 28. Juli

Baummeditation mit den Teilnehmenden der Begegnungstage 2026 in Sulzbürg
Baummeditation mit den Teilnehmenden der Begegnungstage 2026 in Sulzbürg

Natur-Resilienz bei den Begegnungstagen in Sulzbürg – Impulse für Trauerbegleitung und Hospizarbeit


„Wie bleiben wir selbst kraftvoll, wenn wir Menschen in Krisen begleiten?“


Diese Frage begleitet mich schon seit vielen Jahren.


Als Natur-Resilienz-Trainerin®, Trauerrednerin und Hospizbegleiterin begegnet sie mir immer wieder. Denn wer anderen Halt geben möchte, braucht auch Orte und Zeiten, um selbst Kraft zu schöpfen.


Bei den diesjährigen Begegnungstagen 2026 in der ev. Tagungsstätte in Sulzbürg durfte ich einen Seminartag zum Thema „Abschiede gestalten – Trauer verarbeiten“ gestalten – ein Resilienztraining für Menschen, die andere begleiten.


Es war ein Tag voller Begegnungen, gemeinsamer Erfahrungen und stiller Momente, die noch lange nachwirken werden.


Jeder Weg beginnt mit einem bewussten Ankommen
Jeder Weg beginnt mit einem bewussten Ankommen

Die Natur als Spiegel


Wir verbrachten viel Zeit im Freien.

Nicht, um der Natur einfach nur zuzusehen.


Sondern um mit ihr in Beziehung zu treten.

Ein Stein.

Ein Blatt.

Ein Baum.

Oder der Wind.


Sie alle können plötzlich etwas ausdrücken, was wir selbst noch gar nicht in Worte fassen konnten.


Die Natur bewertet nicht.

Sie drängt sich nicht auf.

Sie ist einfach da.


Und genau darin liegt ihre besondere Kraft.


Genau hier beginnt für mich Natur-Resilienz: Die Natur wird zum Spiegel unserer inneren Prozesse und unterstützt uns dabei, neue Perspektiven zu entdecken.


Es war berührend zu erleben, wie unterschiedlich Menschen dieselbe Landschaft wahrnahmen und welche persönlichen Gedanken daraus entstanden.


Kraftquelle Baum - manche Antworten wachsen in der Stille.
Kraftquelle Baum - manche Antworten wachsen in der Stille.

Kraftquellen entdecken


Im Laufe des Tages arbeiteten wir mit ganz unterschiedlichen Zugängen:

  • Wahrnehmungsübungen mit allen Sinnen

  • Naturgegenständen als Impulsgeber

  • den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft

  • der Galerie der ZRM-Bilder

  • persönlichen Mottosätzen

  • einer Baummeditation

  • Zeiten der Stille und des Austauschs



Jede Methode war dabei nur ein Türöffner.

Im Mittelpunkt standen immer die Menschen und ihre eigenen Erfahrungen.


Denn Resilienz lässt sich nicht vermitteln wie Wissen.

Sie wächst dort, wo Menschen sich selbst begegnen und ihre eigenen Ressourcen wiederentdecken.


Gerade Menschen in der Hospizarbeit, Trauerbegleitung und anderen sozialen Berufen erleben täglich emotionale Belastungen.

Umso wichtiger ist es, die eigenen Kraftquellen bewusst wahrzunehmen und zu stärken.


Was mich besonders bewegt hat


Als Seminarleiterin durfte ich erleben, mit welcher Offenheit sich die Teilnehmenden auf die Übungen einließen.


Es entstanden intensive Gespräche, nachdenkliche Momente, herzhaftes Lachen und eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens.


Gerade bei einem Thema wie Abschied wurde deutlich:

Trauer und Hoffnung schließen sich nicht aus.

Schwere und Leichtigkeit dürfen nebeneinander stehen.


Und manchmal beginnt neue Kraft mit einem einzigen Perspektivwechsel.



Eine Rückmeldung, die mich besonders gefreut hat


Besonders gefreut hat mich die Rückmeldung der stellvertretenden Vorständin der Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg nach dem Seminartag:

„Resilienz-Training mit Sabine Nickel vereint die Liebe zum Leben, die Akzeptanz von Geschehnissen und den Richtungs-Blickwechsel mit methodischer Vielfalt, Energie, Frische und Humor. Echt klasse!“

Diese Rückmeldung aus der Hospizarbeit bedeutet mir besonders viel.

Nicht, weil sie meine Arbeit lobt.


Sondern weil sie genau das beschreibt, was ich Menschen mitgeben möchte:

Dem Leben – mit allem, was dazugehört – offen begegnen.

Mit Achtsamkeit.

Mit Vertrauen.

Mit Zuversicht.


Und manchmal auch mit einem Lächeln.



Was ich mit nach Hause nehme


Dieses Wochenende hat mir einmal mehr gezeigt, dass Natur weit mehr sein kann als eine schöne Kulisse.

Sie kann Trost schenken.

Sie kann Orientierung geben.

Sie kann neue Perspektiven eröffnen.

Und sie erinnert uns daran, dass Veränderung zum Leben gehört.


Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erfahrungen:

Wir müssen schwere Wege nicht allein gehen.

Es tut gut, Menschen an unserer Seite zu haben.

Und manchmal genügt schon ein stiller Waldweg.

Ein Baum.

Oder ein tiefer Atemzug.

Um wieder bei uns selbst anzukommen.




Begleitung beginnt mit Wahrnehmen.


Wenn Sie selbst erleben möchten, wie Natur dabei helfen kann, neue Kraft zu schöpfen, den Blick zu weiten und die eigenen Ressourcen zu stärken, freue ich mich darauf, Sie in einem meiner Natur-Resilienz-Seminare begrüßen zu dürfen.


Mein nächstes Seminar zu diesem Thema findet am 24.10.2026 statt:




Impuls zum Schluss


Welche Kraftquelle hilft Ihnen, auch in herausfordernden Zeiten wieder bei sich selbst anzukommen?


Vielleicht ist es ein bestimmter Ort in der Natur.

Musik.

Ein Gespräch.

Oder ein vertrauter Baum.


Ich freue mich, wenn Sie Ihre Gedanken mit mir teilen.



 
 
 

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