Alles zu seiner Zeit
- Sabine Nickel

- 8. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Nov. 2025
Warum Frauen nicht alles gleichzeitig schaffen müssen
Viele Frauen kennen das Gefühl, allen gerecht werden zu wollen: den Kindern, dem Partner, dem Job, den Eltern – und am Ende auch sich selbst. Doch wer versucht, alles gleichzeitig perfekt zu machen, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren.
Wir leben in einer Zeit, in der vermeintlich alles möglich ist. Karriere, Familie, Partnerschaft, Freundschaften, Fitness, Achtsamkeit – und das alles parallel, bitte mit einem Lächeln. Doch der Anspruch, immer auf allen Ebenen zu funktionieren, ist eine Illusion.
Man kann nicht alles gleichzeitig haben – und das ist völlig in Ordnung
Fokus bedeutet nicht Verzicht, sondern bewusste Priorität. Jede Lebensphase hat ihren eigenen Rhythmus, und das ist gut so.
Wie in der Natur kann auch im Leben nicht alles gleichzeitig blühen. Es gibt Zeiten des Wachstums, Zeiten der Ruhe und Zeiten des Loslassens.Wer immer nur Gas gibt, brennt irgendwann aus. Wer aber lernt, sich selbst Pausen zu gönnen, wird langfristig stärker.

Work-Life-Balance heißt nicht „alles gleichzeitig“, sondern „alles zu seiner Zeit“
Viele Frauen stemmen Beruf, Familie und Pflege von Angehörigen – und glauben, sie müssten in allen Rollen gleichzeitig glänzen. Doch wahre Work-Life-Balance entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch bewusste Entscheidungen.
Frage dich:
Was ist mir jetzt am wichtigsten?
Wo darf ich loslassen, um Raum für mich selbst zu schaffen?
Diese Klarheit schafft innere Ruhe – und genau darin liegt wahre Resilienz.
Resilienz bedeutet, sich zu erden – nicht, alles zu schaffen
Resilienz wird oft mit Stärke verwechselt. Doch sie bedeutet nicht, permanent alles zu bewältigen. Sie bedeutet, immer wieder ins Gleichgewicht zurückzufinden – selbst dann, wenn alles um uns herum stürmt.
Wie ein Baum, der nach jedem Winter wieder neue Blätter treibt, brauchen auch wir Phasen, in denen wir Kraft sammeln dürfen. Selbstfürsorge ist kein Luxus – sie ist Überlebensstrategie.
Der Mythos vom „Alles-haben-können“ – und der Preis dahinter
Gerade Frauen wird oft eingeredet, sie könnten alles haben, wenn sie es nur wirklich wollen. Doch dieser Gedanke erzeugt Mental Load, Dauerstress und das Gefühl, nie genug zu sein.
Die Wahrheit ist: Man zahlt für alles einen Preis. Nicht gleichzeitig alles zu schaffen, ist kein Scheitern – es ist menschlich.Und es ist der einzige Weg, langfristig gesund, präsent und erfüllt zu bleiben.
Fazit: „Alles zu seiner Zeit“ ist kein Rückschritt – sondern ein Zeichen von Stärke
Wenn wir akzeptieren, dass das Leben in Phasen verläuft, entsteht Gelassenheit. Kinder werden größer, Eltern älter und oft auch hilfsbedürftiger, Karrieren verändern sich – und alles hat seine Zeit.
Manchmal ist nicht alles eben genau genug. Denn wer sich erlaubt, den eigenen Rhythmus zu leben, findet das, wonach so viele suchen: innere Ruhe, Klarheit und Zufriedenheit.





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